Innovation verändert die Welt
Y-Warm ist für den langfristigen Einsatz konzipiert. Wie lange seine Leistungsfähigkeit erhalten bleibt, hängt jedoch von der Unversehrtheit der Materialstruktur sowie den Verarbeitungs-, Lagerungs- und Einsatzbedingungen ab und lässt sich nicht pauschal in Jahren angeben.
Als flexibles Wärmedämmmaterial basiert Y-Warm auf einer gezielt entwickelten, geschlossenzelligen Struktur mit Zellwänden im Nanometerbereich. Anders als bei herkömmlichen Daunen und synthetischen Füllmaterialien, deren Dämmwirkung vor allem auf einer voluminösen, bauschigen Struktur beruht, ist die Dämmstruktur von Y-Warm Bestandteil des Materials selbst.
Eine intakte Zellstruktur ist daher eine wichtige Voraussetzung dafür, die Wärmedämmfunktion langfristig zu erhalten.
Zur Bewertung der Dauerhaftigkeit und strukturellen Stabilität unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen wurde Y-Warm verschiedenen Prüfungen unterzogen. Dazu gehören thermische und hygrothermische Alterungsprüfungen, Biegeprüfungen bei niedrigen Temperaturen sowie eine Kälteexposition. Ergänzend werden aufbewahrte Proben langfristig beobachtet.
1. Thermische Alterungsprüfung
Prüfbedingungen: 120 °C für 168 Stunden
Y-Warm wurde in einer Prüfkammer 168 Stunden lang einer Temperatur von 120 °C ausgesetzt, um die strukturelle Stabilität bei längerer Hitzeeinwirkung zu bewerten.
Nach der Prüfung wurden keine Anzeichen für strukturelle Schäden festgestellt.
2. Hygrothermische Alterungsprüfung
Prüfbedingungen: 70 °C und 95 % relative Luftfeuchtigkeit für 12 Wochen
Y-Warm wurde in einer klimatisierten Prüfkammer 12 Wochen lang bei 70 °C und 95 % relativer Luftfeuchtigkeit gelagert. Ziel war es, die strukturelle Stabilität bei längerer gleichzeitiger Einwirkung von Wärme und Feuchtigkeit zu bewerten.
Nach der Prüfung wurden keine Anzeichen für strukturelle Schäden festgestellt.
3. Biegeprüfung bei niedrigen Temperaturen
Prüfbedingungen: −40 °C, 30.000 Biegezyklen
Y-Warm wurde bei −40 °C insgesamt 30.000 Biegezyklen unterzogen, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber wiederholter mechanischer Verformung unter Kältebedingungen zu bewerten.
Nach der Prüfung wurden weder Risse noch andere Anzeichen für strukturelle Schäden festgestellt.
Diese Eigenschaft ist besonders für Bekleidung, Schuhe, Handschuhe und Outdoor-Ausrüstung relevant, bei denen das Material im Gebrauch wiederholt gebogen wird.
4. Kälteexpositionsprüfung
Prüfbedingungen: −60 °C für 7 Tage
Y-Warm wurde in einer Prüfkammer 7 Tage lang einer Temperatur von −60 °C ausgesetzt, um die strukturelle Stabilität bei extrem niedrigen Temperaturen zu bewerten.
Nach der Prüfung wurden keine Anzeichen für strukturelle Schäden festgestellt.
5. Langzeitbeobachtung aufbewahrter Proben
Die ersten Y-Warm-Laborproben wurden 2017 hergestellt. Seitdem werden aufbewahrte Entwicklungsprototypen und Proben aus der späteren Produktion regelmäßig auf Anzeichen einer strukturellen Schädigung untersucht.
Bislang wurden an den aufbewahrten Proben keine sichtbaren Anzeichen für einen Abbau der Materialstruktur festgestellt.
Diese Beobachtungen ergänzen die Ergebnisse der beschleunigten Alterungsprüfungen und der Prüfungen zur Umweltbeständigkeit. Sie sind jedoch nicht mit standardisierten Langzeitalterungsprüfungen gleichzusetzen, die kontinuierlich unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt werden.
Welche Faktoren beeinflussen die Lebensdauer von Y-Warm?
Die funktionale Lebensdauer von Y-Warm hängt davon ab, wie das Material verarbeitet, gelagert, in ein Produkt integriert und verwendet wird. Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen:
Temperatur und Luftfeuchtigkeit bei Lagerung und Gebrauch;
wiederholtes Biegen und andere mechanische Beanspruchungen;
Temperatur und Druck während der Verarbeitung;
Wasch- und Pflegebedingungen;
Kontakt mit chemischen Substanzen;
Laminier- und Klebeverfahren;
Abrieb und andere mechanische Beschädigungen;
Konstruktion und tatsächliche Nutzungsbedingungen des Endprodukts.
Bei Fertigprodukten wie Bekleidung, Schuhen, Handschuhen und Outdoor-Ausrüstung hängt die Gesamtlebensdauer außerdem von Außenmaterial, Futter, Membranen, Klebstoffen, Nähten und der Produktkonstruktion ab. Sie lässt sich daher nicht allein aus der Dauerhaftigkeit von Y-Warm ableiten.
Prüfungen und Beobachtungen im Überblick
Prüfung / Beobachtung | Bedingungen / Umfang | Ergebnis |
Thermische Alterung | 120 °C für 168 Stunden | Keine Anzeichen für strukturelle Schäden festgestellt |
Hygrothermische Alterung | 70 °C und 95 % relative Luftfeuchtigkeit für 12 Wochen | Keine Anzeichen für strukturelle Schäden festgestellt |
Biegeprüfung bei Kälte | −40 °C, 30.000 Biegezyklen | Keine Risse oder anderen Anzeichen für strukturelle Schäden festgestellt |
Kälteexposition | −60 °C für 7 Tage | Keine Anzeichen für strukturelle Schäden festgestellt |
Langzeitbeobachtung | Seit 2017 aufbewahrte Entwicklungsprototypen und Proben aus der späteren Produktion | Bislang keine sichtbaren Anzeichen für einen Abbau der Materialstruktur festgestellt |
Strukturelle Stabilität und Wärmedämmleistung
Die beschriebenen Prüfungen und Probenbeobachtungen liefern Anhaltspunkte für die strukturelle Stabilität und Dauerhaftigkeit von Y-Warm unter den jeweiligen Bedingungen.
Strukturelle Untersuchungen und Messungen der Wärmedämmleistung erfassen jedoch unterschiedliche Eigenschaften. Wenn Wärmeleitfähigkeit oder Wärmewiderstand nicht vor und nach einer Alterungsprüfung gemessen wurden, lässt sich aus einer intakten Struktur allein nicht ableiten, dass die Wärmedämmleistung vollständig unverändert geblieben ist.
Die entsprechenden Beobachtungen sind daher als Belege für die strukturelle Stabilität zu verstehen, nicht als direkte Messung des Erhalts der Wärmedämmleistung.
Wie lange Y-Warm seine Leistungsfähigkeit behält, ist deshalb anhand der Materialintegrität, der Ergebnisse definierter Dauerhaftigkeitsprüfungen sowie der Verarbeitungs-, Umwelt- und tatsächlichen Einsatzbedingungen zu beurteilen. Eine pauschale Lebensdauer in Jahren lässt sich daraus nicht ableiten.